Studien / Berichte / Umfragen

Verband Bildung und Erziehung (VBE) und der Verbraucherzentrale Bundesverband(vzbv)
Einflussnahme von Wirtschaft in Schule: Ergebnisse einer Befragung aller Kultusministerien
„Es wurden sieben Erkenntnisse gewonnen, die im Folgenden ausgeführt werden.
1.Der bestehende rechtliche Rahmen, um Werbung an Schulen zu unterbinden, ist widersprüchlich und nicht ausreichend.
2.Kultusministerien kooperieren mit Wirtschaftsakteuren besonders in der Berufs- und Studienorientierung sowie im Bereich der MINT-Bildung.
3.Unterstützungsmöglichkeiten für pädaogisches Personal sind kaum vorhanden. Die Eigenverantwortung von Lehrkräften wird vorausgesetzt.
4.Kein systematischer Überblick, welche Wirtschaftsakteure mit welchen Angeboten in Schulen aktiv sind.
5.Einflussnahme von Wirtschaftsakteuren auf Schule wird nur marginal im Unterrichtthematisiert.
6.Lehrkräfte werden bundesweit in ihrer Aus- und Fortbildung nicht hinreichend über„Einfluss von Wirtschaft auf Schule“ qualifiziert.
7.Ein Problembewusstsein ist bei den Kultusministerien kaum erkennbar.“
Mehr: https://www.vbe.de/fileadmin/user_upload/VBE/Presse/2020-03-11_Langfassung_Sponsoring_Analyse-und-Forderungen_vzbv-und-VBE.pdf
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A future for the world’s children? A WHO–UNICEF–LancetCommission
„Executive summaryDespite dramatic improvements in survival, nutrition, and education  over  recent  decades,  today’s  children  face  an  uncertain  future.  Climate  change,  ecological  degradation,  migrating   populations,   conflict,   pervasive   inequalities,   and  predatory  commercial  practices  threaten  the  health  and  future  of  children  in  every  country.  In  2015,  the  world’s countries agreed on the Sustainable Development Goals  (SDGs),  yet  nearly  5  years  later,  few  countries  have  recorded  much  progress  towards  achieving  them.  This  Commission  presents  the  case  for  placing  children,  aged  0–18  years,  at  the  centre  of  the  SDGs:  at  the  heart  of  the  concept of sustainability and our shared human endeavour. Governments  must  harness  coalitions  across  sectors  to  overcome  ecological  and  commercial  pressures  to  ensure  children  receive  their  rights  and  entitlements  now  and  a  liveable planet in the years to come.“
Mehr:
https://www.thelancet.com/action/showPdf?pii=S0140-6736%2819%2932540-1

Studie von WHO und Unicef "Jede Regierung muss das Wohlergehen ihrer Kinder über alles andere stellen"
In vielen armen Ländern geht es Kindern schlecht - aber auch Staaten wie Deutschland sorgen laut einer Studie nicht ausreichend für ihr Wohlergehen. Mitverantwortlich sind demnach Kommerz und Klimawandel.
Mehr: 
https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/unicef-und-who-die-welt-laesst-ihre-kinder-im-stich-a-83d1a84d-8e5d-4c13-89ce-bd4e45223415
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Dream Jobs? Teenagers' Career Aspirations and the Future of Work
http://www.oecd.org/education/dream-jobs-teenagers-career-aspirations-and-the-future-of-work.htm
„Teenagers’ career expectations narrowing to limited range of jobs, OECD PISA report finds
22/01/2020 - Huge changes to the world of work over the past two decades have made little impact on teenagers’ career expectations, which have become more concentrated in fewer occupations, according to a new OECD report.
Dream jobs: Teenagers’ career aspirations and the future of work says 47% of boys and 53 % of girls surveyed in 41 countries expect to work in one of just 10 popular jobs by age of 30. The figures, based on the latest PISA survey of 15-year-olds released last month, reveal a narrowing of expectations as these shares increased by eight percentage points for boys and four percentage points for girls since the 2000 PISA survey.
The report says the narrowing of job choices is driven by young people from more disadvantaged backgrounds and by those who were weaker performers in the PISA tests in reading, mathematics and science.“
Mehr:
http://www.oecd.org/newsroom/teenagers-career-expectations-narrowing-to-limited-range-of-jobs-oecd-pisa-report-finds.htm
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Neue Pisa-Auswertung Jugendliche klammern sich an traditionelle Berufe
Ärztin, Lehrer, Polizist oder Managerin: Die meisten 15-Jährigen wollen einen traditionellen Beruf wählen - auch wenn es viele dieser Jobs bald schon nicht mehr geben könnte. Das zeigt eine neue Studie der OECD.
Mehr:
https://www.spiegel.de/panorama/pisa-studie-jugendliche-klammern-sich-an-traditionelle-berufe-a-0f139b50-6539-4518-9e4f-d4e26acead13
Siehe auch:
https://www.berliner-zeitung.de/lernen-arbeiten/maedchen-wollen-lehrerin-werden-jungen-it-spezialist-li.5378
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Deutsches Kinderhilfswerk: Kinder von Eltern mit niedrigem Bildungsabschluss besser vor Kinderarmut schützen
Das  Deutsche  Kinderhilfswerk  fordert  Bund,  Länder  und  Kommunen  auf,  insbesondere Kinder  von  Eltern  mit  niedrigem  Bildungsabschluss  besser  vor  Armut  zu  schützen.  Eine aktuelle Auswertung des Deutschen Kinderhilfswerkes von Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) zeigt, dass die Armutsgefährdungsquote von Kindern aus  Elternhäusern  mit  niedrigem  Bildungsabschluss  in  Deutschland  wesentlich  höher (60,9  Prozent)  ist  als  im  EU-Durchschnitt  (51,3  Prozent).  Bei  Eltern  mit  mittlerem  oder hohemBildungsabschluss   hingegen   ist   das   Verhältnis   umgekehrt.   Während   in Deutschland   20,2   Prozent   der   Kinder   von   Eltern   mit   mittlerem   Bildungsabschluss armutsgefährdet sind, liegt dieser  Wert im EU-Durchschnitt bei 23,6 Prozent.  Bei einem höheren Bildungsabschluss der Eltern liegen die Werte bei 6,1 Prozent in Deutschland und 8,3 Prozent im EU-Durchschnitt.
Mehr:
https://www.dkhw.de/fileadmin/Redaktion/1_Unsere_Arbeit/1_Schwerpunkte/1_Kinderarmut/1.15_Kinderarmut_Bildungsabschluss_Vergleich/Kinderarmutsquoten_Bildungsstand_Eltern_Europa.pdf
Und: 
https://www.dkhw.de/schwerpunkte/kinderarmut-in-deutschland/kinder-von-eltern-mit-niedrigem-bildungsabschluss-besser-vor-kinderarmut-schuetzen/
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PISA 2018
Grundbildung im  internationalen Vergleich. Kristina Reiss, Mirjam Weis,  Eckhard Klieme, Olaf Köller (Hrsg.):
http://www.pisa.tum.de/fileadmin/w00bgi/www/Berichtsbaende_und_Zusammenfassungungen/PISA_2018_Berichtsband_online_29.11.pdf

Pressemitteilung
15-Jährige auf gutem Niveau im Studienschwerpunkt Lesen, in Mathematik und Naturwissenschaften
PISA-Studie: Gute Ergebnisse im Lesen

15-jährige Schülerinnen und Schüler in Deutschland können gut Texte verstehen, nutzen und bewerten. In der neuen PISA-Studie übertreffen sie mit ihren Lesefähigkeiten den Durchschnitt der Jugendlichen in den OECD-Staaten. Auch in Mathematik und Naturwissenschaften erreichen die deutschen Ergebnisse ein gutes Niveau. Allerdings ist an den nicht gymnasialen Schulen in allen Kompetenzbereichen der Anteil der Jugendlichen mit sehr geringen Fähigkeiten größer geworden.
Bei der siebten Studie des „Programme for International Student Assessment (PISA)“ wurden im Frühjahr 2018 in Deutschland die Kompetenzen von rund 5.500 15-jährigen Schülerinnen und Schülern an rund 220 Schulen aller Schularten getestet. Befragt wurden außerdem Lehrkräfte und Eltern. Weltweit nahmen rund 600.000 15-Jährige in 79 Ländern teil, darunter die 37 Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die die Studie koordiniert.
Die repräsentative PISA-Studie untersucht alle drei Jahre, wie gut Jugendliche zum Ende ihrer Pflichtschulzeit grundlegende Kompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften in alltäglichen Situationen anwenden können. Dieses Mal lag der Schwerpunkt auf der Lesekompetenz. Sie umfasst die Fähigkeit, Texte zu verstehen, zu nutzen, zu bewerten und über sie zu reflektieren. Erstmals getestet wurden die Fähigkeiten, Informationen durch das Navigieren auf Webseiten zu gewinnen, sowie die Glaubwürdigkeit von Texten zu beurteilen und widersprüchliche Informationen mehrerer Textquellen gegeneinander abzuwägen.

Lesen: Deutschland überdurchschnittlich gut

Die Schülerinnen und Schüler in Deutschland haben größere Lesefähigkeiten (498 Punkte) als der Durchschnitt der 15-Jährigen in den OECD-Staaten (487 Punkte). Deutschland steht damit in einer größeren Gruppe von Staaten mit ähnlichem Leistungsstand, zu der beispielsweise Frankreich, Großbritannien, die USA und Japan gehören. In sieben OECD-Staaten zeigen die Jugendlichen signifikant bessere Leistungen (523 - 506 Punkte), darunter Estland, Kanada, Finnland und Polen
Die 15-Jährigen in Deutschland erreichen ähnliche Ergebnisse wie 2009, als Lesen zuletzt im Mittelpunkt der PISA-Studie stand. Zwischen diesem Test und der ersten PISA-Studie im Jahr 2000 waren die Resultate deutlich besser geworden.
Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die besonders gut lesen können (11 %), ist in Deutschland seit 2009 gewachsen und größer als im OECD-Durchschnitt. Allerdings ist auch der Anteil der besonders Leseschwachen groß (21 %), vor allem wenn man ihn mit Staaten vergleicht, die ähnliche Gesamtergebnisse wie Deutschland haben. An den nicht gymnasialen Schulen ist er seit 2009 gestiegen (auf 29 %).

 „Kinder von der Vorschule an lückenlos fördern“

„Die gute Nachricht ist, dass der Großteil der Jugendlichen in Deutschland hohe Lesekompetenzen hat – eingeschlossen die Fähigkeit, relevante Informationen im Internet zu finden und zu bewerten. Der Blick auf andere Staaten zeigt: Es ist keineswegs selbstverständlich, ein solch gutes Niveau halten zu können“, sagt Prof. Kristina Reiss vom Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) an der Technischen Universität München (TUM), die den deutschen Teil der PISA-Studie leitet. Am ZIB sind neben der TUM das Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) und das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) beteiligt.
„Die schlechte Nachricht ist, dass ein Fünftel der 15-Jährigen kaum in der Lage ist, den Sinn von Texten zu erfassen und zu reflektieren. Aus diesem Ergebnis sollten Konsequenzen gezogen werden. Die Bildungsforschung zeigt, dass es besonders wirksam ist, Kinder von der Vorschule bis zum Ende der Schulzeit lückenlos beim Lesen zu fördern. Das geschieht bislang trotz aller Anstrengungen wohl immer noch zu wenig.“

Starker Zusammenhang von sozialem Status und Kompetenz

In Deutschland ist der Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft der Jugendlichen und ihrer Lesekompetenz besonders stark ausgeprägt. Das heißt, dass 15-Jährige aus Familien mit niedrigem Bildungs- und Wohlstandsniveau häufiger eine geringe Lesefähigkeit haben.
Die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungshintergrund hat sich seit 2009 nicht signifikant verändert. Sie erzielen weiterhin schlechtere Ergebnisse als Jugendliche ohne Zuwanderungshintergrund (472 / 524 Punkte). Stärker als in anderen Staaten ist der Zuwanderungshintergrund mit dem sozialen Status verknüpft.

Weniger Freude am Lesen, selten digitale Medien im Unterricht

Die deutschen 15-Jährigen lesen weniger und haben weniger Freude daran als die Jugendlichen im OECD-Durchschnitt. Mehr als die Hälfte gibt an, vor allem zu lesen, um benötigte Informationen zu bekommen. Nur rund ein Viertel zählt Lesen zu den liebsten Hobbys. Lesemotivation und -menge sind seit 2009 gesunken, sowohl in Deutschland als auch im OECD-Durchschnitt.
Förderunterricht für Jugendliche mit einer anderen Muttersprache gibt es in Deutschland mehr als 2009 und häufiger als im internationalen Vergleich. Leseförderung für alle Schülerinnen und Schüler bieten die Gymnasien außerhalb des Regelunterrichts mehr als die nicht gymnasialen Schulen. Deutsche Schulen setzen vergleichsweise selten digitale Medien im Unterricht der Landessprache ein – an Gymnasien noch weniger als an anderen Schulen.

Mathematik: schlechtere Leistungen

Wie im Lesen sind die Jugendlichen in Deutschland in Mathematik kompetenter (500 Punkte) als der Durchschnitt der 15-Jährigen in den OECD-Staaten (489 Punkte), ohne die Spitzengruppe zu erreichen. Im Vergleich zur PISA-Studie 2012, als Mathematik zuletzt im Mittelpunkt stand (514 Punkte), haben sich die Leistungen allerdings verschlechtert. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die besonders geringe Fähigkeiten haben, ist gewachsen (auf 21 %) – vor allem an nicht gymnasialen Schulen (auf 30 %).

Naturwissenschaften: Ergebnisse stabil auf gutem Niveau

In den Naturwissenschaften (503 Punkte) bestätigen die 15-Jährigen die Leistungen des PISA-Tests 2015, in dem der Schwerpunkt zuletzt auf diesem Kompetenzfeld lag. Deutschland steht damit erneut über dem OECD-Durchschnitt (489 Punkte). Ähnlich wie in Lesen und Mathematik liegt der Anteil der leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler bei rund einem Fünftel. Er ist insgesamt nicht signifikant größer geworden, hat aber an den nicht gymnasialen Schulen zugenommen (auf 27 %).

Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen kleiner

Wie in allen PISA-Staaten sind in Deutschland die Mädchen im Lesen kompetenter als die Jungen. Der Unterschied ist aber kleiner als im OECD-Schnitt (26 / 30 Punkte Differenz) und hat sich im Vergleich zu 2009 (40 Punkte Differenz) deutlich verringert. Der Anteil der lesestarken Jungen hat sich verdoppelt.
In Mathematik und in den Naturwissenschaften haben sich die Fähigkeiten der Jungen im Vergleich zu 2012 beziehungsweise 2015 verschlechtert. Dadurch ist in Mathematik der Vorsprung der Jungen gegenüber den Mädchen geschrumpft, in Naturwissenschaften sind jetzt die Jugendlichen beider Geschlechter gleich kompetent.“
http://www.pisa.tum.de/pisa-2018/

Bundesministerium für Bildung und Forschung - Pressemitteilung
https://www.bmbf.de/de/pisa-2018-deutschland-stabil-ueber-oecd-durchschnitt-10349.html

02.12.2019
Pisa-Koordinatorin Reiss "Bildungserfolg hängt stark vom Elternhaus ab, leider"
Fast alle Jugendliche besitzen heute ein Smartphone, das allein macht sie aber noch lang nicht medienkompetent, sagt Bildungsforscherin Kristina Reiss. Sie brauchen Hilfe von Eltern - und Schulen.
Mehr: https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/pisa-studie-bildungserfolg-haengt-stark-vom-elternhaus-ab-a-1298993.html

Siehe auch:
-- https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2019-12/pisa-ergebnisse-schueler-leistungen-bildung-oecd-vergleich
--
https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2019-12/pisa-studie-schulleistungen-oecd-risikoschueler-schulsystem
-- https://www.news4teachers.de/2019/12/steinmeier-rechnet-nach-pisa-mit-der-bildungspolitik-ab-es-gibt-kaum-ein-politikfeld-in-dem-reden-und-handeln-so-beschaemend-weit-auseinanderklaffen/
-- https://www.tagesspiegel.de/berlin/aktuelle-pisa-ergebnisse-die-schueler-verlieren-den-glauben-an-ihre-faehigkeiten/25297580.html
-- https://www.tagesspiegel.de/wissen/neue-pisa-studie-deutsche-schueler-lassen-wieder-nach/25292142.html
-- https://taz.de/Anja-Karliczek-ueber-die-Pisa-Studie/!5644657&s=Bildung/
-- https://taz.de/Neue-Pisa-Studie/!5641577&s=Bildung/
-- https://www.heise.de/tp/features/Pisa-2018-Grosser-Abstand-Deutschlands-zur-Spitze-4602753.html
-- https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/pisa-studie-der-oecd-deutschland-landet-im-oberen-mittelfeld-a-1299249.html
-- https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/pisa-studie-lob-fuer-die-lehrer-a-1299315.html
-- https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/pisa-studie-nichts-ist-gut-a-1299538.htm
-- https://www.zeit.de/2019/51/bildungspolitik-pisa-studie-einwanderkinder-benachteiligung-umverteilung
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Vergleichende Analyse der Zusammenhänge von Akzeptanz, Auseinandersetzung mit und Nutzung von Ergebnissen von Vergleichsarbeiten und Schulinspektionen
Inga Wagner, Ingmar Hosenfeld, Michael Zimmer-Müller Zentrum für Empirische Pädagogische Forschung, Landau
Zusammenfassung: Vergleichsarbeiten und Schulinspektionen sollen die Schul- und Unterrichtsentwicklung fördern. Hierzu werden Lehrkräften bei Vergleichsarbeiten Schulleistungsdaten, bei Schul- inspektionen hingegen Prozessdaten u. a. aus Unterrichtsbeobachtungen zurückgemeldet. In der aktuellen Studie sollte an einer Stichprobe von niedersächsischen Lehrkräften untersucht werden, ob Akzeptanz und Ergebnisreflexion Unterrichtsveränderungen bei den beiden Verfahren unterschiedlich gut vorhersagen. Weiterhin sollte die Rolle der empfundenen Bestätigung der eigenen Unterrichtsweise für Unterrichtsveränderungen untersucht werden. Die Ergebnisse zeigen, dass Akzeptanz bei Vergleichsarbeiten ein stärkerer Prädiktor für Unterrichtsveränderungen ist als bei Schulinspektionen. Ergebnisauseinandersetzung ist bei beiden Verfahren ein schwacher Prädiktor für Unterrichtsveränderungen. Die wahrgenommene Bestätigung durch die Evaluationsergebnisse ist bei Schulinspektionen stärker ausgeprägt als bei Vergleichsarbeiten und übt einen tendenziell positiven Einfluss auf Veränderungen im Unterricht aus.
Mehr: https://reinhardt-journals.de/index.php/peu/article/view/151911/5115
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05.12.2019
Social Justice Index: Trübe Aussichten für junge Generationen in OECD-Ländern
Die Beschäftigungsdaten erreichen in fast allen EU- und OECD-Staaten wieder bessere Werte als auf dem Höhepunkt der Finanzkrise. Dennoch ist das Armutsrisiko kaum gesunken. Stillstand herrscht auch bei der Generationengerechtigkeit. Deutschland belegt im internationalen Ranking des Social Justice Index den 10. Platz.
Mehr: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2019/dezember/truebe-aussichten-fuer-junge-generationen-in-oecd-laendern/
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„Depressiven Kindern droht Versorgungslücke nach Klinik

Report analysiert Abrechnungsdaten von rund 800.000 jungen DAK-Versicherten
Berlin, 21. November 2019.
Fast acht Prozent aller depressiven Kinder zwischen zehn und 17 Jahren kommen innerhalb eines Jahres ins Krankenhaus, durchschnittlich für 39 Tage. Nach der Entlassung fehlt oft eine passende ambulante Nachsorge. Folge: Fast jedes vierte dieser Kinder wird innerhalb von zwei Jahren mehrfach stationär behandelt. Das zeigt der aktuelle Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit mit dem Schwerpunkt „Ängste und Depressionen bei Schulkindern“. Basis für die repräsentative Studie sind Abrechnungsdaten der Jahre 2016 und 2017 von rund 800.000 minderjährigen DAK-Versicherten. Laut Auswertung durch die Universität Bielefeld hat die Zahl der Klinikeinweisungen wegen Depressionen in diesem Zeitraum um fünf Prozent zugenommen. Ferner zeigen die Daten, dass chronische Krankheiten das Risiko für eine Depression deutlich erhöhen.“
Mehr:
https://www.dak.de/dak/bundesthemen/kinder--und-jugendreport-2169366.html

Siehe auch:
https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/hochrechnungen-von-dak-238-000-kinder-haben-depression-oder-angststoerung-a-1297558.html
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16.11.2019
Stiftungen fördern soziale Ungleichheit. Arbeiterkind bleibt Arbeiterkind
Arbeiterkinder haben weniger Chancen auf ein Stipendium als solche aus akademischen Haushalten. Die Zahlen verharren auf niedrigem Niveau. (…)
Nach einer Studie des Hochschulinformationssystems (HIS) sind nur 33 Prozent der Stipendiaten und Stipendiatinnen Arbeiterkinder, wie Nichtakademikerkinder auch genannt werden. (…) Nach den Zahlen reproduzieren die meisten Stiftungen nicht nur die soziale Ungleichheit, sondern verstärken sie unter ihren Geförderten weiter. Sind die Stiftungen, die für ihre Förderprogramme Steuergeld und damit das Geld der Allgemeinheit verteilen, weiterhin Eliteschmieden des Bildungsbürgertums?
Mehr: https://taz.de/Stiftungen-foerdern-soziale-Ungleichheit/!5637088&s=Bildung/
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15.11.2019
Studie zu Schulleistungen Wer als "süß" gilt, schneidet bei Tests besser ab
Wer hübsch ist, schneidet besser in der Schule ab - und startet eine längere Bildungskarriere, zeigt eine Studie. Dafür musste das Aussehen von Kindern aber erstmal Kategorien zugeordnet werden.
Mehr: https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/schulleistungen-wer-als-suess-gilt-schneidet-laut-studie-bei-tests-besser-ab-a-1296510.html
Siehe auch:
Schöne Schüler, schöne Noten?
Eine empirische Untersuchung zum Einfluss der physischen Attraktivität von Schülern auf die
Notenvergabe durch das Lehrpersonal
(2012)
https://www.researchgate.net/publication/305055875_Schone_Schuler_schone_Noten_Good_Looks_Good_Grades
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11.11.2019
Exklusive WDR-Umfrage im Rahmen der ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“:
Drei minus“ für die digitale Ausstattung an deutschen Schulen
Schlechte Ausstattung mit Hard- und Software, keine ordentliche Wartungvorhandener Technik und zu wenige Fortbildungsmöglichkeiten für dieLehrerinnen und Lehrer – diese drei Kritikpunkte werden von Schulleiter*innenim Rahmen einer deutschlandweiten Umfrage zur ARD-Themenwoche „ZukunftBildung“ immer wieder genannt. 5.259 Schulleiter*innen haben sich an derUmfrage beteiligt und bewerten die Digitalausstattung an ihrer Schule sowie dieQualifizierung der Lehrkräfte mit der Schulnote „Drei minus“. Besondersunzufrieden sind Grundschulen mit der Ausstattung an Tablets und interaktivenTafeln („Smartboards“). Um einen besseren IT-Support zu gewährleisten, sehnensich viele Schulleiter*innen nach einem „digitalen Hausmeister“. Und auch diebefragten Schüler*innen sehen Handlungsbedarf“
Mehr:
https://presse.wdr.de/plounge/wdr/programm/2019/11/_pdf/PM_Digitalisierung_an_Schulen.pdf
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15.10.2019
Why Birthright Citizenship Matters for Immigrant Children: Short- and Long-Run Impacts on Educational Integration
„Abstract:
This paper examines whether the introduction of birthright citizenship in Germany affected immigrant children’s educational outcomes at the first three stages of the education system: preschool, primary school, and secondary school. Using a birth date cutoff as a source of exogenous variation, we find that the policy (i) increased immigrant children’s participation in noncompulsory preschool education, (ii) had positive effects on key developmental outcomes measured at the end of the preschool period, (iii) caused immigrant children to progress faster through primary school, and (iv) increased the likelihood of them attending the academic track of secondary school“
https://www.journals.uchicago.edu/doi/10.1086/704570

Siehe auch:
https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/schueler-mit-migrationshintergrund-warum-der-deutsche-pass-in-der-schule-hilft-a-1296621.html
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ICILS

Preparing for Life in a Digital WorldIEA International Computer and Information Literacy Study 2018 International Report
https://www.iea.nl/sites/default/files/2019-11/ICILS%202019%20Digital%20final%2004112019.pdf

Computer- und informations-bezogene Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern im zweiten internationalen Vergleich und Kompetenzen im Bereich Computational Thinking
https://kw.uni-paderborn.de/fileadmin/fakultaet/Institute/erziehungswissenschaft/Schulpaedagogik/ICILS_2018__Deutschland_Berichtsband.pdf
4.Zusammenschau und Diskussion der Ergebnisse
Im  vorliegenden Kapitel werden die Ergebnisse des Zusatzmoduls ‚Computational Thinking‘ für  Deutschland im internationalen Vergleich präsentiert. Neben Deutschland haben acht weitere ICILS-2018-Teilnehmerlände an dem Zusatzmodul teilgenommen. Das Herzstück des Zusatzmoduls bilden  die eigens für diesen Bereich in  der Studie entwickelten und eingesetzten computerbasierten Schülertests.  Als zentrale Ergebnisbereiche der ersten Berichtslegung der Studie ICILS2018 in Deutschland für das Zusatzmodul werden die nachfolgenden vier Bereiche im vorliegenden Kapitel betrachtet: (1) Ergebnisse zu den Kompetenzen im Bereich ‚Computational Thinking‘ von Korrelationskoeffizient CT und CIL Teilnehmer (SE) 2 Dänemark.81(0.01)  Deutschland. 81(0.01) Finnland. 89(0.01) Frankreich. 87(0.01) Republik Korea. 74(0.01) Luxemburg. 80(0.01) 2 Portugal.78(0.01) 4 USA. 82(0.01) Nordrhein-Westfalen. 81(0.01) Internat. Mittelwert. 82(0.00) Nordrhein-Westfalen ist als Benchmark-Teilnehmer kursiv gesetzt. 2 Die Gesamtausschlussquote liegt über 5%. 4 Die Schüler- und Schulgesamtteilnahmequote liegt unter 75%. IEA: International Computer and Information Literacy Study 2018 © ICILS 2018

Der Kompetenzbereich‚Computational Thinking‘ im internationalen Vergleich 393 Achtklässlerinnen  und Achtklässlern im internationalen Vergleich, auch differenziert nach Schulform, (2) Ergebnisse zu ausgewählten unterrichtlichen Aktivitäten und zur Förderung von Fähigkeiten im Bereich‚ Computational  Thinking‘ aus der Perspektive der Achtklässlerinnen und  Achtklässler sowie der  Lehrpersonen, (3) Ergebnisse zu Leistungsdifferenzen in den Kompetenzen im Bereich ‚Computational Thinking‘ differenziert nach den individuellen Schülermerkmalen Geschlecht, soziale Herkunft und Migrationshintergrund sowie (4) Ergebnisse zum Zusammenhang zwischen Kompetenzen im Bereich‚ Computational Thinking‘ und computer- und informationsbezogenen Kompetenzen. Als zentrales Ergebnis des  Zusatzmoduls für Deutschland zeigt sich, dass   Achtklässlerinnen und  Achtklässler hierzulande durchschnittlich 486 Punkte erreichen und dieser  mittlere Kompetenzstand signifikant unter dem internationalen Mittelwert von 500 Punkten liegt.  Der höchste Leistungsmittelwert mit 536 Punkten lässt sich für die Republik Korea feststellen. Der klar erkennbare Vorsprung der Republik Korea könnte darin zu begründen sein, dass dort in den Klassen 7 und 8 im (akultativen) Informatikunterricht explizit Computational Thinking gelehrt wird (Choi,  An  &  Lee,  2015). In Deutschland ist die Leistungsstreuung mit einer Standardabweichung von 103 Punkten und einer Streubreite von 344 Punkten vergleichsweise groß, was auf eine sehr heterogene Kompetenzverteilung, auch im Sinne einer vergleichsweise hohen Bildungsungerechtigkeit, hinweist. Diese Einschätzung wird zudem durch weitere Ergebnisse unterstrichen: Ein hoher Unterschied innerhalb Deutschlands zeigt sich zum einen bei der schulformspezifischen Betrachtung der Kompetenzen: Im Mittel erreichen Schülerinnen und  Schüler  an  Gymnasien (549Punkte) signifikant und deutlich höhere Kompetenzen im Bereich‚ Computational Thinking‘ als Schülerinnen und Schüler an anderen Schulformen der  SekundarstufeI (450Punkte). Dieser Unterschied ist beachtlich und entspricht fast genau einer ganzen Standardabweichung. Zum Vergleich ergibt sich für den Bereich der computer- und informationsbezogenen Kompetenzen im Rahmen von ICILS2018 ein Unterschied von 75  Leistungspunkten. Zum anderen zeigen sich erhebliche Bildungsdisparitäten, vor allem in Bezug auf die soziale Herkunft der Schülerinnen und Schüler: Legt man mit dem kulturellen Kapital sowie dem HISEI unterschiedliche Indikatoren zur  Erfassung der sozialen Lage zugrunde, so werden für beide Ansätze vergleichsweise hohe Leistungsdifferenzen zwischen Schülerinnen und Schülern aus sozioökonomisch privilegierteren und weniger privilegierten Lagen deutlich: Der Unterschied beträgt für das kulturelle Kapital 64 Leistungspunkte und in Bezug auf den HISEI 72 Leistungspunkte. Dies entspricht, unabhängig vom gewählten Indikator, einer Leistungsdifferenz von etwa zwei Dritteln eine Standardabweichung  und  ist damit ein beachtlicher Effekt der sozialen Lage. Diese Differenz ist nochmals größer als die im Rahmen von ICILS2018 für die identische Schülerkohorte in Deutschland für den Bereich der computer- und informationsbezogenen Kompetenzen (Differenz: 51 Punkte für den HISEI und 49 Punkte für das kulturelle Kapital, sihe Kapitel  X  in diesem Band) gefundenen ebenfalls erheblichen  sozialbedingten Bildungsdisparitäten. Leistungsdifferenzen im Bereich ‚Computational  Thinking‘ zwi-schen Mädchen und Jungen lassen sich in Deutschland jedoch nicht feststellen

Als Ergebnis der Betrachtung von ausgewählten unterrichtlichen Aktivitäten, die inhaltliche Bezüge und Fähigkeiten im Bereich‚ Computational Thinking‘ aufweisen, ergibt sich, dass die Achtklässlerinnen und Achtklässler in Deutschland vor allem, also zu höchsten Anteilen, angeben, mindestens im mittlerem Umfang in der Schule gelernt zu haben, Diagramme zu verstehen, die lebensnahe Problemstellungen beschreiben oder darstellen  (63.2%).  Dies deutet darauf hin, dass die Interpretation visualisierter Daten bereits in weiten Teilen in die verschiedenen Fachcurricula der  Sekundarstufe I Einzug genommen hat und dort auch umgesetzt wird. Für andere betrachtete Aspekte, die sich beispielsweise auf das Modellieren oder aber die Algorithmisierung beziehen, wird jedoch im  internationalen Vergleich ein deutlicher Nachholbedarf ersichtlich, dersowohl  auf notwendige Veränderungen in den Lehrplänen als auch hinsichtlich der Entwicklung der Aus- und Fortbildung von Lehrinnen und Lehrern hinweist. Bei der Analyse der Korrelation zwischen den Kompetenzen im Bereich‚ Computational Thinking‘ und computer- und informationsbezogenen Kompetenzen der Achtklässlerinnen und Achtklässler zeigt sich, dass die beiden Kompetenzbereiche erwartungsgemäß hoch miteinande korrelieren (Deutschland:  r  =  .81).  Jedoch sind die Zusammenhänge etwa so hoch wie die Zusammenhänge für Lesen und Mathematik. Damit wird deutlich, dass es sich bei Computational  Thinking und computer- und in-formationsbezogenen Kompetenzen um zwei nicht unverbundene, aber eigenständige Kompetenzbereiche handelt. Bocconi  et  al. (2016) machen bezüglich dieses Zusammenhanges deutlich, dass das besondere Merkmal von ‚Computational Thinking‘ vor allem darin besteht, dass es auf Problemlösungsprozesse und -methoden sowie auf die Schaffung algorithmischer Lösungen abhebt. Die beiden im Rahmen von ICILS2018 ausgewiesenen Kompetenzbereiche können daher eigenständig und anschlussfähig auch in Deutschland für die Weiterentwicklung von Curricula und Rahmenvorgaben genutzt werden.   Dabei ist es möglicherweise ein Ansporn, dass andere deutschsprachige Länder, insbesondere Österreich und die Schweiz, Computational Thinking bereits explizit in ihren Rahmenvorgaben verankert haben. Auf bundesländerübergreifender Ebene böte sich hier die Weiterentwicklung der Inhalte der Kompetenzbereiche der KMK-Strategie‚ Bildung in der digitalen Welt‘ an. Dabei wäre einerseits deutlich zu machen, in welcher Weise alle Fächer bereits einen Beitra zu dem Kompetenzbereich aufweisen, und zu berücksichtigen, wie sich zukünftig Fachinhalte vor dem Hintergrund der Digitalisierungsprozesse als solche so verändern, dass eine Integration von Aspekten  von Computational Thinking und den  großen Themenbereichen ‚Modellierung‘ und ‚Algorithmen‘ generisch an die Fächer selbst anzubinden  ist.  Andererseits zeigt sich – und das wäre ergänzend zu sehen – in zahlreichen Studien bereits jetzt, dass es Fächer gibt, die einen besonderen Beitrag zur Kompetenzentwicklung im Bereich ‚Computational Thinking‘ leisten. Zusammenfassend lässt  sich – trotz der unterschiedlichsten Konzepte und Ansätze auf nationaler und internationaler Ebene – ‚Computational Thinking‘ als zunehmend wichtiger und zukunftsrelevanter Kompetenzbereich beschreiben, den mit steigender Relevanz von Algorithmen und künstlicher Intelligenz möglicherweise zukünftig alle Schülerinnen und Schüle  im Laufe ihrer Schulzeit zur aktiven, reflektieren, kreativen und erfolgreichen Teilhabe an der Gesellschaft erwerben sollten. Mit ICILS2018 wird somit stückweit eine Pionierarbeit geleistet: Erstmals werden im internationalen Vergleich Kompetenzen im Bereich‚ Computational Thinking‘ auf der Grundlage eines theoretischen Konstruktes (siehe Kapitel III in diesem Band) über computerbasierte Tests  gemessen (Eickelmann,  2017; Fraillon, 2018;  Fraillon, Ainley, Schulz, Friedman, et al., 2019). Ausgehend von den hier vorgestellten Vorarbeiten zu Computational Thinking im Rahmen von ICILS2018 ist für ICILS2023 geplant, neue zusätzliche Inhalte zum Bereich ‚Computational Thinking‘ zu entwickeln, die dann eine empirische Generierung von Kompetenzstufen und eines Kompetenzstufenmodells ermöglichen. Für  Deutschland sind zudem weitere Analysen und Publikationen zum Bereich ‚Computational  Thinking‘ geplant, die auch auf nationalen Ergänzungen, wie weitere unterrichtsbezogene Aspekte sowie die Ergänzung zu Skalen zum Problemlösen, aufbauen und hier Zusammenhänge zwischen der unterrichtlichen Förderung und Kompetenzentwicklung sowie Problemlösen im Allgemeinen und computerbasiertem Problemlösen in den Blick nehmen (Eickelmann, Labusch & Vennemann, 2019; Labusch, Eickelmann & Vennemann, 2019).“
S. 392.395

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Deutsches Instituts für Menschenrechte
Analyse. Das Neutralitätsgebot in der Bildung Neutral gegenüber rassistischen und rechtsextremen Positionen von Parteien?
https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/ANALYSE/Analyse_Das_Neutralitaetsgebot_in_der_Bildung.pdf

„Zusammenfassung
Welche Bedeutung kommt den Menschenrechten und dem staatlichen Neutralitätsgebot, insbesondere dem Recht der Parteien auf Chancengleichheit im politischen Wettbewerb (Artikel 21 Grundgesetz) zu, wenn Lehrkräfte im Schulunterricht oder Akteure der außerschulischen politischen Bildung rassistische oder rechtsextreme Positionen einer Partei thematisieren?
Die Publikation richtet sich an Entscheidungsträger_innen in Ministerien und Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie Gerichte, die mit diesen Fragen konfrontiert werden. Hierbei wird verdeutlicht, dass die Grund- und Menschenrechte einen zentralen rechtlichen Maßstab für die schulische und außerschulische Bildung bilden. Demzufolge müssen Lehrer_innen und Akteure der außerschulischen Bildung rassistische und rechtsextreme Positionen kritisch thematisieren. Dabei sind das Gebot der Kontroversität in der Bildung und das parteipolitische Neutralitätsgebot des Staates gemäß Artikel 21 Grundgesetz zu beachten. Aus diesen lässt sich jedoch nicht ableiten, dass von Parteien eingenommene rassistische Positionen als gleichberechtigte legitime politische Positionen darzustellen sind. Rassistische Positionen stellen vielmehr den Grundsatz der allen Menschen gleichermaßen zustehende Menschenwürde und den damit einhergehenden Grundsatz der Rechtsgleichheit aller Menschen in Frage. Hierbei handelt es sich um nicht verhandelbare Grundsätze des Grundgesetzes. Der Beitrag illustriert abschließend am Beispiel der Partei „Alternative für Deutschland“, wie rassistische und rechtsextreme Positionen im Rahmen politischer Bildung unter Berücksichtigung der grund- und menschenrechtlichen Vorgaben behandelt werden können.“ (S. 9)

„Fazit
Die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes, die Menschenrechte und die ihnen zugrunde liegenden Werte bilden die Grundlagen für politische Bildung in Deutschland; aus menschenrechtlichen Verträgen ergibt sich außerdem eine explizite staatliche Verpflichtung zur Menschenrechtsbildung durch die schulische und außerschulische Bildung.
Lehrer_innen wie auch Akteure im Bereich der außerschulischen Bildung müssen daher auch rassistische und rechtsextreme Positionen von politischen Parteien kritisch thematisieren. Dem stehen für den Bereich der schulischen Bildung weder Regelungen des Beamten- oder des Schulrechts noch der Beutelsbacher Konsens entgegen, der im schulischen und außerschulischen Bereich von politischer Bildung als Leitfaden dient.
Gerade die deutsche Geschichte hat gezeigt, dass die freiheitliche demokratische Grundordnung eines Staates zerstört werden kann, wenn rassistische Grundhaltungen nicht rechtzeitig auf energischen Widerstand stoßen und sich so verbreiten und durchsetzen können. Der Nationalsozialismus ist daher in der politischen Bildung nicht nur als historisches und abgeschlossenes Ereignis zu behandeln. Vielmehr geht es stets auch darum, gegenwärtige Erscheinungsformen von Rassismus zu thematisieren und die damit verbundenen Risiken für den gesellschaftlichen Frieden aufzuzeigen. Dies stellt einen wesentlichen Bestandteil des Auftrags schulischer und außerschulischer Bildung dar.
Rassistische Positionen sind insbesondere dann aufzugreifen und kritisch zu thematisieren, wenn sie sich sogar in Parteien finden, die in den Parlamenten sitzen und die Menschenwürde als den Konsens aufkündigen, der in einer demokratischen, auf den Menschenrechten beruhenden Gesellschaft und für die grundgesetzliche Ordnung konstituierend ist. Das Gebot der Chancengleichheit der Parteien (Artikel 21 Grundgesetz) steht dem nicht entgegen. Wie etwa dem Schulrecht der Länder zu entnehmen ist oder die Kultusministerkonferenz betont, ist politische Bildung nicht neutral, sondern basiert auf Werten. Dies gilt gleichermaßen für die schulische und außerschulische Bildung. Wird der Grundsatz der gleichen Menschenwürde und der Rechtsgleichheit eines jeden Individuums in Frage gestellt, haben Lehrer_innen sowie Akteure im Rahmen staatlich geförderter Bildungsarbeit dem zu widersprechen, auch wenn es sich um Positionen politischer Parteien handelt. Wesentlich ist allein, dass die Auseinandersetzung sachlich erfolgt.“ (S. 32)
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18.10.2019
IQB-Bildungstrend 2018 Mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen am Ende der SekundarstufeI im zweiten Ländervergleich
Download des Berichtes, Zusatzmaterialien und Pressemappe: https://www.iqb.hu-berlin.de/bt/BT2018/Bericht

„Im IQB-Bildungstrend 2018 wurde sechs Jahre nach dem IQB-Ländervergleich 2012 zum zweiten Mal überprüft, inwieweit schulische Erträge im Fach Mathematik und in den naturwissenschaftlichen Fächern Biologie, Chemie und Physik gegen Ende der Sekundarstufe I den mit den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK) vereinbarten Kompetenzerwartungen entsprechen. Damit war es im Rahmen der Studie erstmals möglich, nicht nur die von Schülerinnen und Schülern in der 9. Jahrgangsstufe im Jahr 2018 erreichten mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen zu beschreiben, sondern auch anhand von Trendanalysen zu prüfen, inwieweit sich die Ergebnismuster seit dem Jahr 2012 verändert haben. „
Fazit:
“Aufgrund der besonderen Bedeutung, die der Gestaltung des Unterrichts für den Lernerfolg zukommt, wurden im IQB-Bildungstrend 2018 auch Merkmale der Unterrichtsqualität untersucht. Dabei lag der Fokus auf sog. Tiefenstrukturen des Unterrichts, die sich für die Förderung fachbezogener Kompetenzen und fachbezogener motivationaler Merkmale als wichtig erwiesen haben. Diese Merkmale wurden anhand der von den Schülerinnen und Schülern in einer Lerngruppe geteilten Wahrnehmungen analysiert. ¾ Der Mathematikunterricht an Gymnasien ist aus Sicht der Jugendlichen durch eine positivere Fehlerkultur (respektvoller und geduldiger Umgang mit Fehlern) geprägt und wird als kognitiv aktivierender sowie störungsärmer eingeschätzt als an nichtgymnasialen Schulen (vgl. Abb. 8.1). Jugendliche an nichtgymnasialen Schulen schätzen die Schülerorientierung im Mathematikunterricht hingegen höher ein.  ¾ Im Trend zeigt sich, dass der Unterricht aus Sicht der Jugendlichen an nichtgymnasialen Schulen im Jahr 2018 strukturierter und kognitiv aktivierender verläuft als im Jahr 2012, wohingegen an Gymnasien keine Veränderungen festzustellen sind (vgl. Abb. 8.2). Diese Entwicklung könnte längerfristig zu einer Steigerung des Kompetenzniveaus in den nichtgymnasialen Schulen beitragen.
Wie der IQB-Bildungstrend 2016 in der Primarstufe ergibt auch der IQB-Bildungstrend 2018 für die von Neunt klässlerinnen und Neuntklässlern im Fach Mathematik und in den naturwissenschaftlichen Fächern erreichten Kompetenzen ein Bild, das teilweise auf Stabilität, teilweise aber auch auf eher ungünstige Veränderungen über die Zeit hinweist.  ¾ In Deutschland insgesamt fallen die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Jahr 2018 weitgehend ähnlich hoch aus wie im Jahr 2012. Wie sich die von Neuntklässlerinnen und Neuntklässlern erreichten Kompetenzen entwickelt haben, unterscheidet sich jedoch zwischen den Ländern.  ¾ In einigen Ländern sind sowohl im Fach Mathematik als auch in den naturwissenschaftlichen Fächern insbesondere für Jungen deutlich ungünstige Veränderungen zu verzeichnen. Aufgrund des teilweise sehr hohen Ausgangsniveaus insbesondere in den ostdeutschen Ländern führt dies jedoch nicht immer zu unterdurchschnittlichen Ergebnissen im Jahr 2018. ¾ Signifikant positive Veränderungen sind kaum festzustellen und die Länderunterschiede im erreichten Kompetenzniveau sind weiterhin groß.  ¾ An Gymnasien zeigen sich in Deutschland insgesamt in nahezu allen betrachteten Kompetenzbereichen ungünstige Entwicklungen, die innerhalb der Länder unterschiedlich stark ausfallen.  ¾ Zwischen den Jahren 2012 und 2018 hat sich die Heterogenität der Schülerschaft unter anderem dadurch erhöht, dass der Anteil der Schülerinnen und Schüler aus zugewanderten Familien an deutschen Schulen weiter angestiegen ist und dass mehr Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine allgemeine Schule besuchen. Diese Veränderungen sind jedoch nicht verstärkt in Ländern aufgetreten, in denen besonders ungünstige Entwicklungen in den erreichten Kompetenzen zu verzeichnen sind, so dass sie kaum zur Erklärung der negativen Trends beitragen dürften. ¾ Auch der Generationswechsel in den Lehrkräftekollegien dieser Länder scheint sich zwischen den Jahren 2012 und 2018 noch nicht so weit vollzogen zu haben, dass ein direkter Zusammenhang mit den beobachteten Trends bestehen könnte. ¾ Wie die Ergebnismuster jeweils einzuschätzen und welche Schluss folgerungen daraus zu ziehen sind, muss innerhalb der Länder unter Berücksichtigung zusätzlicher Informationen über das jeweilige Bildungs system und dessen Veränderungen im Untersuchungszeitraum diskutiert werden. Hierbei sollte die Frage im Vordergrund stehen, wie die Qualität des Unterrichts weiterentwickelt werden kann, um die identifizierten Schwächen zu verringern und ungünstigen Trends entgegenzuwirken. ¾ Ein Diskussionspunkt sollte dabei auch die Frage sein, wie Jungen und Mädchen jeweils noch gezielter unterstützt werden können, um zum einen der ungünstigen Entwicklung bei den Jungen entgegenzuwirken und um zum anderen Mädchen von ihrem Leistungspotenzial im MINT-Bereich zu überzeugen und ihr Interesse daran zu fördern, was eine wichtige Voraussetzung dafür bildet, dass es sich junge Frauen vermehrt zutrauen, berufliche Laufbahnen in diesem Bereich einzuschlagen.“
Aus der Pressemappe, S. 5, 32f
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07.10.2019
Wie DAX-Unternehmen Schule machen

Lehr- und Lernmaterial als Türöffner für Lobbyismus
„Zu dem an Schulen Platz greifenden Lobbyismus zählen immer häufiger von Unternehmen verbreitete Unterrichtsmaterialien. Im Internet sind rund 800.000 kostenlose Lehrmaterialien zur Unterrichtsgestaltung verfügbar, die von Lehrkräften auch eingesetzt werden.  Doch wie wird die Einflussnahme über Lehr- und Lernmaterialien organisiert? Welche Türöffner und Motive für diese Form schulischen Lobbyismus lassen sich identifizieren und wie können diese erkannt werden? Was können Lehrerinnen und Lehrer tun – als Einzelne, als Schulgemeinschaft oder auch gemeinsam mit den (bildungs)politisch Verantwortlichen?“
Zur Studie (Download):
https://www.otto-brenner-stiftung.de/wissenschaftsportal/informationsseiten-zu-studien/wie-dax-unternehmen-schule-machen/
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Oktober 2019
Institut für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg e. V. (ISQ)
Schulabschlüsse im Jahrgang 10 Zentrale Ergebnisse zur BBR, eBBR und zum MSAin Berlin im Schuljahr 2018/19
Die Studie: https://www.isq-bb.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/10/Jg10_2019_Bericht.pdf
Zusammenfassung (S. 32)
„Im aktuellen Durchgang sind die Schülerzahlen insgesamt wieder etwas auf rund 24300 gestiegen, wobei die Zusammensetzung der Schülerschaft hinsichtlich des Geschlechtsund der Herkunftsspra-che im Vergleich zum letzten Durchgang insgesamt stabil geblieben ist. An den ISS und Gemein-schaftsschulen sind im Vergleich zu den Gymnasien mehr männliche Jugendliche und mehr Jugendliche mit einer nichtdeutschen Herkunftssprache zu finden. Insgesamt erwarben im Schuljahr 2018/19 knapp drei Viertel der Schülerinnen und Schüler mindestens den MSA und etwa ein Zehntel die eBBR. Der Anteil der Jugendlichen, die ohne einen Schulabschluss von der Schule abgehen, liegt bei 7,1%. Schaut man sich die Schülerinnen und Schüler an, die in der Jahrgangsstufe 9 nicht die BBR erreicht haben, so meistern 86% derjenigen, die in Jahrgang 10 freiwillig an den eBBR/MSA-Prüfungen teilnehmen, die Prüfungen erfolgreich. Von denjenigen, die in der Jahrgangsstufe 10 nocheinmal zur BBR antreten, schafft es mehr als ein Drittel der Jugendlichen, diese zu bestehen. Die BBR/MSA-Bestehensquoten insgesamt und in den einzelnen Schularten haben sich in den letzten Jahren leicht verändert: Aktuell bestehen insgesamt 83% den MSA und 12% die eBBR. Dies führt zur  niedrigsten  Nichtbestehensquote  seit 2017, nämlich 5%. Schulartspezifisch ist, dass die MSA-Quoten an den ISS und Gemeinschaftsschulen niedriger sind als an den Gymnasien. Bei den ge-schlechterspezifischen MSA-Bestehensquoten fällt auf, dass sich der Unterschied zwischen den Ge-meinschaftsschülerinnen und -schülern wieder vergrößert hat, nachdem im letzten Durchgang kein Unterschied  vorhanden war. Die fächerspezifischen Bestehensquoten sind für Englisch und Mathe-matik stabil geblieben, in Deutsch sind sie gesunken, sodass zwischen Deutsch und Mathematik nur noch ein geringer Abstand besteht. Die Lösungsanteile weisen dasselbe Profil auf und zeigen darüber hinaus an, dass der Lösungsanteil an den Gymnasien im Fach Deutsch leicht zurückgegangen ist. Die BBR-Bestehensquote derjenigen Jugendlichen, die im Jahrgang 10 die BBR wiederholen wollten, da  sie sie im Jahrgang 9 nicht erworben hatten, hat sich im Vergleich zum letzten Durchgang fast verdoppelt und beträgt aktuell 37% . Der Anstieg ist für beide Geschlechter- und Sprachgruppen gleichermaßen vorhanden. Die fächerspezifischen BBR-Bestehensquote ist in Deutsch gesunken, in Mathematik hingegen sehr stark auf das Fünffache angestiegen. An den beruflichen Schulen und OSZ haben die Jugendlichen im Rahmen der berufsvorbereitenden Bildungsgänge „einjährige Berufsfachschule“ die Möglichkeit, durch erneute Teilnahme an den zentralen Prüfungen den MSA zu erwerben. Insgesamt wurden rund 1380 Schülerinnen und Schüler ins Portal eingetragen. Die Schülerschaft zeichnet sich im Vergleich zu den ISS dadurch aus, dass mehr Berufsschüler als  Berufsschülerinnen sowie mehr Berufsschülerinnen und -schüler mit einer nicht-deutschen Herkunftssprache die Bildungsgänge in der Berufsvorbereitung besuchen. Die Abschlussverteilung  zeigt, dass es mehr als der Hälfte der Jugendlichen im  aktuellen Durchganggelang, mindestens den MSA nachzuholen. Die MSA-Bestehensquote der Teilnehmenden liegt bei 58% und ist in den letzten Jahren stetig zurückgegangen. Die fächerspezifischen Quoten verdeutlichen, dass die MSA-Prüfung in Deutsch weniger Jugendliche bestanden haben als noch im Vorjahr. Die Quote in den Fächern Englisch und Mathematik ist stabil geblieben“
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Oktober 2019
Institut für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg e. V. (ISQ)
Berufsbildungsreife im Jahrgang 9 Zentrale Ergebnisse der Integrierten Sekundar- und Gemeinschaftsschulen in Berlin im Schuljahr 2018/19
Die Studie: https://www.isq-bb.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/10/Jg9_2019_Bericht.pdf
Zusammenfassung (S. 13)
„Im aktuellen Durchgang 2019 waren im Vergleich zum Vorjahr mehr Klassen zu verzeichnen, was mit einer leicht  gestiegenen  Schülerzahl auf knapp 13.500 korrespondiert.  Die  Zusammensetzung  der  Schülerschaft nach Herkunftssprache und Anforderungsniveaus ist relativ stabil mit der Ausnahme, dass sich der Anteil der Jugendlichen mit einer anderen Herkunftssprache als Deutsch von 41%  in  2018 auf aktuell 44% leicht erhöht hat. Darüber hinaus ist die Lmb-Quote leicht gestiegen, insbeson-dere an Gemeinschaftsschulen von 46% im Jahre 2016 auf nunmehr 50%. Die aktuellen Bestehensquoten sind für beide Schularten ISS und Gemeinschaftsschule beträchtlich gestiegen und liegen nach dem starken Rückgang im letzten Jahr wieder auf dem Niveau von 2017. So bestehen in Berlin 73% der Schülerinnen und Schüler die BBR. Viele der Schülerinnen und Schüler erfüllen die  schulischen Anforderungen, scheitern jedoch an den vergleichenden Arbeiten. Außerdem hat sich die Bestehensquote für Jugendliche mit nichtdeutscher Herkunftssprache der von 2017 angeglichen, sodass der Abstand zwischen den Sprachgruppen wieder dem damaligen Niveau entspricht. In den Fächern folgen die Bestehensquoten der vergleichenden Arbeiten zum ersten Mal einem un-terschiedlichen Muster, da im Fach Deutsch mit 74% etwas weniger Schülerinnen und Schüler die BBR bestehen als im Fach Mathematik mit 79%. In den vorherigen Jahren viel Mathematik stets schlechter aus als Deutsch. Ähnliches zeigt sich für die Lösungsanteile in den vergleichenden Arbeiten: Im Vergleich zu 2017 sinkt im Fach Deutsch der Lösungsanteil von 74% auf 67%, im Fach Mathematik steigt er von 57% (2017) auf 66% in 2019.Wie in den Jahren zuvor gibt es eine deutlich geringere Bestehensquote bei Schülerinnen und Schülern mit einer nichtdeutschen  Herkunftssprache. Diese ist im Vergleich zur Bestehensquote der Jugendlichen mit deutscher Herkunftssprache im Fach Deutsch um 29 Prozentpunkte und im Fach Mathematik um 17 Prozentpunkte niedriger. Im Vergleich dazu sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern eher  gering (im Fach Mathematik 2  Prozentpunkte zugunsten der Schüler, im Fach Deutsch 6 Prozentpunkte zugunsten der Schülerinnen). Da die Jahrgangsnoten über die vergangenen Jahre hinweg sehr konstant ausfallen, ergeben sich nun für die beiden Fächer unterschiedliche Tendenzen bezüglich der Differenz zwischen Jahrgangsnote und Note in der vergleichenden Arbeit: Im Fach  Deutsch liegt die Jahrgangsnote nun um mehr als eine Note über der Note in der vergleichenden Arbeit, im Fach Mathematik liegt diese nur noch um etwas weniger als eine halbe Note darüber.“
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September 2019
Studie zuden Kostender Berliner Schulbauoffensive (BSO)und den Auswirkung auf Beschäftigte in Berlin und Brandenburg
https://www.gemeingut.org/wp-content/uploads/2019/09/Studie_BSO_Kosten_2018_08_29.pdf
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„Juli 2019
Angst vor dem Urteil? Eine Bestandsaufnahme der externen Schulevaluation in Deutschland
"Zusammenfassung
Schulevaluationsverfahren[1] wurden hierzulande als eine der bildungspolitischen Re- formmaßnahmen nach PISA[2] in erstaunlich kurzer Zeit flächendeckend mit erheblichem Ressourceneinsatz in allen Bundesländern entwickelt und implementiert – allerdings, anders als bei der Entwicklung von nationalen Bildungsstandards, ohne explizite Anbindung an bildungswissenschaftliche Forschungen oder Institutionen der empirischen Bildungsforschung. Sowohl das Tempo, mit dem fast alle Bundesländer seit 2004 externe Schulevaluationen als neues Instrument implementiert haben, als auch die Beliebigkeit,  mit der dieses Verfahren ohne größere bildungspolitische Debatten und unabhängig von den parteipolitischen Programmen inzwischen in etlichen Ländern wieder abgeschafft wurde, sind Anlass für die vorliegende Bestandsaufnahme. Dabei soll zunächst für alle Länder ein Ist-Zustand beschrieben werden. Zum anderen beschäftigt sich das vorliegende Policy Paper mit der Frage nach den Motiven und Konsequenzen der damit eingeleiteten Entwicklung.  Die Reflexion dieses Themas soll zudem eingebettet werden in die Frage nach der weiteren Ausformung der Qualitätssicherungsdebatte in Deutschland, die durch die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK), aber auch autonom in den Bundesländern geführt wird. Dabei soll auf wichtige Punkte hingewiesen werden, die in den weiteren Diskussionen sowohl zwischen den Kultusministerien der einzelnen Bundesländer als auch zwischen den bildungspolitisch Verantwortlichen im Bund und in den Ländern bei der Umsetzung der - inzwischen von der KMK überarbeiteten - Gesamtstrategie Beachtung finden sollten.“
Mehr: https://www.boell.de/sites/default/files/boell.brief_tg10_angst_vor_dem_urteil.pdf?dimension1=division_bw
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Online-Erfahrungen  von 9- bis 17-Jährigen Ergebnisse der EU Kids Online-Befragung in Deutschland 2019:
https://www.hans-bredow-institut.de/uploads/media/Publikationen/cms/media/s3lt3j7_EUKO_Bericht_DE_190917.pdf
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Datenreport 2018. Ein Sozialbericht für die Bundesrepublik Deutschland
https://www.wzb.eu/system/files/docs/sv/iuk/dr2018_ganzes_Buch_online.pdf
Zu den einzelnen Kapiteln:
https://www.wzb.eu/de/publikationen/datenreport/datenreport-2018
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Varkey Foundation: Global Teacher Status Index 2018
The first comprehensive attempt to compare the status of teachers across the world.
https://www.varkeyfoundation.org/media/4867/gts-index-13-11-2018.pdf
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15.11.2018
Lehrer-Umfrage. Zu wenig Demokratie in der Schule
Schüler sollen demokratische Werte lernen, so steht's in den Schulgesetzen. Doch das Fach Demokratie findet sich nicht auf dem Stundenplan. Eine neue Studie zeigt, wie vernachlässigt das Thema im Schulalltag ist
Mehr: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/lehrer-umfrage-zu-wenig-demokratieunterricht-in-der-schule-a-1238410.html
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Kommt das Geld bei den Kindern an?
https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/Familie_und_Bildung/Studie_WB_Kommt_das_Geld_bei_den_Kindern_an_2018.pdf
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23.10.2018
OECD-Bericht zu Bildungsgerechtigkeit: Equity in Education: Breaking down barriers to social mobility
„Die Postleitzahl der Schule ist in vielen Ländern noch immer der beste Indikator für die Qualität der Bildung, die ein Kind erhalten wird. Der neue OECD-Bericht "Chancengleichheit in der Bildung: Abbau von Hindernissen für soziale Mobilität" zeigt, dass es kein Land gibt, in dem der soziale Hintergrund nicht über Bildungserfolg mitentscheidet. Allerdings gibt es Länder, in denen der soziale Status der Eltern eine vergleichsweise geringe Rolle spielt.“
http://www.oecd.org/berlin/publikationen/equity-in-education.htm
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„Endstation Depression“ – Wenn Schülern alles zu viel wird
„Kopfschmerzen, Magendrücken und am Ende erschöpft und depressiv: Immer mehr Schüler sind psychisch krank. Ein zentraler Grund: Stress. Doch was setzt Schüler so unter Druck? Und warum bekommen bereits Kinder ein Burnout?“
Mehr:
https://www.kkh.de/presse/services/endstation-depression.html
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Bundeskongress Schulverpflegung 2018: DGE-Studie zu Kosten- und Preisstrukturen in der Schulverpflegung (KuPS). Erste Ergebnisse
https://www.dge.de/uploads/media/BMEL-Schulverpflegung-KuPS-Studie-Erste-Ergebnisse.pdf
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DGE aktuell: Besseres Schulessen muss nicht viel teurer sein
„DGE veröffentlicht KuPS-Studie zu Kosten der Schulverpflegung (…) An der KuPS-Befragung zur Organisation der Schulverpflegung haben bundesweit 488 Schulträger teilgenommen.“
Mehr:
https://www.dge.de/presse/pm/besseres-schulessen-muss-nicht-viel-teurer-sein/
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Schulbuchstudie Migration und Integration (Beauftragete für Migration, Flüchtlinge und Integration)
Die vorliegende Studie beleuchtet, ob und wie Schulbücher Integration, Migration und die damit einhergehende gesellschaftliche Vielfalt widerspiegeln. Die Studie regt den kritischen Diskurs an und bietet die Grundlage für die Weiterentwicklung und Verbesserung von Schulbüchern.
https://www.bundesregierung.de/Content/Infomaterial/BPA/IB/Schulbuchstudie_Migration_und_Integration_09_03_2015.pdf?__blob=publicationFile&v=7
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Bertelsmann-Stiftung: Eltern geben jährlich rund 900 Millionen Euro für Nachhilfe aus
Studie 2016:
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2016/januar/eltern-geben-jaehrlich-rund-900-millionen-euro-fuer-nachhilfe-aus/
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Bertelsmann-Stiftung, u.a.: Mehr Schule wagen
. Empfehlungen für guten Ganztag
Studie 2017: https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/27_In_Vielfalt_besser_lernen/170511e_ganztagsschule_doppelseiten_small-mehr-schule-wagen-empfehlung_fuer-guten-ganztag.pdf
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Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht
Studie 2017: http://library.fes.de/pdf-files/studienfoerderung/13277.pdf
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HU-Berlin: Forschungsprojekt „CHOICE - Schulwahl und soziokulturelle Passung“
„Die Untersuchung geht zum einen der Frage nach: Warum wählt wer welche Schule für sein/ihr Kind? Das Projekt erfasst also die Schulwahlmotive von Eltern vor dem Hintergrund der von ihnen wahrgenommenen Merkmale von Schulqualität (z.B. Schulklima, Unterrichtsmethoden, Klassen- und Schulgröße und Engagement der Lehrpersonen) sowie anderer schulwahlrelevanter Aspekte (z. B. Länge des Schulwegs). Dies schließt selbstverständlich die Frage ein: Wer wählt nicht und warum?
Zum anderen wird der Frage nachgegangen, welche Rolle Schulen und Schulleitungen im Prozess der Schulwahl spielen, also: Wie wählen Schulen ihre Schülerinnen und Schüler aus?“
https://choice.hu-berlin.de/results/
Sowie: https://onedrive.live.com/?authkey=%21AMWZyS4Mrvm1yCQ&cid=7A61FC76C9AE0220&id=7A61FC76C9AE0220%21506&parId=7A61FC76C9AE0220%21503&o=OneUp----------

Berlin-Studie Wissenschaftliche Begleitstudie zur Berliner Schulstrukturreform
http://www.dipf.de/de/forschung/projekte/berlin-studie----------

Otto Brenner Stiftung : Verdeckte PR in Wikipedia. Das Weltwissen im Visier von Unternehmen
https://www.otto-brenner-stiftung.de/fileadmin/user_data/stiftung/02_Wissenschaftsportal/03_Publikationen/AH76_Wikipedia_Oppong_2014_01_13.pdf
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"Bildungspolitiker lassen sich durch gefühlte Fakten leiten"
17.12.2018: Wirtschaftsverbände und Unternehmen bemängeln immer wieder, dass an den Schulen zu wenig ökonomische Bildung stattfindet. Zum Schuljahr 2020/21 führt die Landesregierung Nordrhein-Westfalens an allgemeinbildenden Schulen das Pflichtfach Wirtschaft ein.
Eine Studie aber zeigt: Schon jetzt ist für Schüler in NRW viel mehr Zeit für ökonomische als für politische und gesellschaftliche Themen vorgesehen.
Mehr: https://www.sueddeutsche.de/bildung/schule-wirtschaft-politik-lehrer-nrw-1.4254017
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Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DJW)
Fast jedes zehnte Kind geht auf eine Privatschule – Nutzung hängt insbesondere in Ostdeutschland zunehmend vom Einkommen der Eltern ab.
https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.610567.de/18-51-1.pdf
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02.01.2019
Neue Hattie-Auswertung: Digitale Medien machen Schulunterricht nicht immer besser
Die Qualität von Schulunterricht wird nach einer aktuellen Untersuchung durch digitale Technik nicht unbedingt besser. Darauf schließen der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie sowie der Augsburger Schulpädagogikprofessor Klaus Zierer nach der gemeinsamen Auswertung der Daten von insgesamt rund 80.000 Einzelstudien. «Ein schlechter Unterricht wird mit digitalen Medien nicht besser», sagte Zierer auf Anfrage. Guter Unterricht könne hingegen vom Einsatz moderner Technik profitieren.
Mehr:
https://www.news4teachers.de/2019/01/neue-hattie-auswertung-digitale-medien-machen-schulunterricht-nicht-immer-besser/
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18.02.2019
Studie: Viele Kinder haben Angst vor Armut, Mobbing und Gewalt
Angst vor Mobbing, Gewalt, Ausgrenzung
Mehr:
https://www.sueddeutsche.de/news/leben/gesellschaft-studieviele-kinder-haben-angst-vor-armut-mobbing-und-gewalt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190218-99-40374

19.02.2019
Wie geht es Kindern in Deutschland?
Viele Kinder fühlen sich in ihrer Schule nicht sicher, machen sich finanzielle Sorgen - und nicht alle haben jemanden, der sich um sie kümmert. Das geht aus einer Befragung von rund 3450 Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 14 Jahren hervor.
Mehr:
https://www.sueddeutsche.de/news/leben/gesellschaft-wie-geht-es-kindern-in-deutschland-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190219-99-49575
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Mehr als jedes vierte Kind in Berlin chronisch krank
Neuer Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit untersucht Behandlungsdaten von mehr als 26.000 Jungen und Mädchen
Zur Studie:
https://www.dak.de/dak/landes-themen/kinder--und-jugendreport-2050966.html
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22.02.2019
Integration. Geflüchtete Kinder aus Syrien häufig an höheren Schulen
Das Bundesamt für Migration hat untersucht, wie gut geflüchtete Kinder im deutschen Bildungssystem ankommen. Schwer haben es demnach vor allem Jugendliche aus Osteuropa.
Mehr:
https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2019-02/integration-gefluechtete-kinder-bildungsystem-schulbildung-syrien
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24.02.2019
Fern von Babel
Viele Sprachen in einer Klasse schaden der Leistung der Schüler nicht - der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund aber schon. Forscher aus Essen leiten daraus Forderungen ab, wie Klassen zusammengestellt werden sollten.
Mehr:
https://www.sueddeutsche.de/bildung/integration-fern-von-babel-1.4340865
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25.02.2019
Wissenschaftliche Studien. Diese Forscher-Pannen haben Debatten verfälscht
Falsche Zahlen und andere Fehler in Studien heizen Diskussionen an und werden oft zu spät korrigiert. Die problematischsten Fälle - von Schadstoffen über die Gehälter von Frauen bis hin zum Zweiten Weltkrieg.
Mehr:
https://www.sueddeutsche.de/wissen/studien-fehler-ueberblick-1.4342709
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Lehrer-Umfrage. Elternarbeit ist eine der größten Herausforderungen
Jede fünfte Lehrkraft nennt in einer Forsa-Umfrage die Zusammen­arbeit mit Eltern als eine der größten Herausforderungen.
Mehr:
https://deutsches-schulportal.de/schulkultur/elternarbeit-ist-eine-der-groessten-herausforderungen/----------
05.03.2019
„Arme Kinder, schlechte Schulen
WZB-Studie zeigt Zusammenhang von sozialer Mischung und Schulqualität
Lehrermangel, Unterrichtsausfall, Vertretungsstunden – mit diesen Problemen kämpfen in Berlin besonders Schulen in sozialen Brennpunkten. Obwohl schon lange zusätzliche Mittel an Schulen fließen, in denen besonders viele Kinder aus einkommensschwachen Haushalten lernen, ist die Qualität dieser Schulen messbar schlechter als die von Schulen mit einer günstigeren sozialen Zusammensetzung.“
Mehr:
https://wzb.eu/de/pressemitteilung/arme-kinder-schlechte-schulen

Bekommen die sozial benachteiligsten Schüler*innen die „besten“ Schulen?
Eine explorative Studie über den Zusammenhang von Schulqualität und sozialer Zusammensetzung von Schulen am Beispiel Berlins
Discussion Paper
Mehr: https://bibliothek.wzb.eu/pdf/2019/p19-002.pdf
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09.04.2019
Umfrage „STEP 2019“: Lehrer bemängeln die Handschrift ihrer Schüler
Zu unleserlich, zu langsam: Lehrer schimpfen schon länger über die Handschrift ihrer Schüler. Doch laut einer Umfrage ist die Unzufriedenheit zuletzt noch deutlich gewachsen.
Mehr:
https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/deutschland-lehrer-bemaengeln-handschrift-ihrer-schueler-a-1261939.htmlSiehe auch:
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https://www.sueddeutsche.de/bildung/schule-schreiben-handschrift-1.4402435
- https://www.berliner-zeitung.de/panorama/alles-nur-krickelkrackel--lehrer-bemaengeln-schlechte-handschrift-ihrer-schueler-32349510----------
24.04.2019
Neue Studie. Bilingualer Unterricht macht Schüler in Mathe besser
In Englisch top, in Mathe eine Niete? Ganz im Gegenteil, befindet eine neue Studie - wer zweisprachig lernt, kann demnach auch besser rechnen. Und hat weitere Vorteile.
Mehr:
https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/bilingualer-unterricht-schueler-werden-auch-in-mathe-besser-a-1264156.htmlSiehe auch: https://www.sueddeutsche.de/bildung/bilingualer-unterricht-grundschule-studie-1.4418711
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07.05.2019
LEO-Studie 2018 (Literalität von Erwachsenen auf den unteren Kompetenzniveaus)
6,2 Millionen gering literalisierte Erwachsene
„Trend zwischen 2011 und 2018.
Die Ergebnisse: Rund 6,2 Millionen Deutsch Sprechende Erwachsene im Alter zwischen 18 und 64 Jahren sind gering literalisiert, haben also Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Das sind 12,1 Prozent der entsprechenden Gesamtbevölkerung. In der Systematik der Studie entsprechen ihre Lese- und Schreibkompetenzen den Alpha-Levels 1 bis 3.“
Mehr:
https://blogs.epb.uni-hamburg.de/leo/
Videobasierte Präsentation: https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/v/24578----------
14.05.2019
Rechtsanspruch auf Ganztag für Grundschulkinder in Deutschland
Forscherinnen und Forscher legen aktuelle Schätzungen zu den Kosten eines bedarfsgerechten Ganztagsangebots durch Schule und Hort vor
Mehr:
https://www.dji.de/medien/pressemitteilungen/detailansicht/article/rechtsanspruch-auf-ganztag-fuer-grundschulkinder-in-deutschland.html
Siehe auch:
An Grundschulen fehlen Hunderttausende Betreuungsplätze:
https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/ganztagsbetreuung-hunderttausende-plaetze-fehlen-a-1267504.html
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29.05.2019
Erste Ergebnisse einer internationalen Befragung der Schülerstreiks fürs Klima
Professur Kultur- und Länderstudien Ostmitteleuropas der TU Chemnitz beteiligte sich an einer internationalen Befragung der weltweiten #FridaysForFuture-Schülerproteste
Mehr:
https://www.tu-chemnitz.de/tu/pressestelle/aktuell/9480
Siehe auch:
Mädchen und Frauen in der Mehrheit bei "Fridays for Future":
https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/tu-chemnitz-frauen-und-maedchen-bestimmen-fridays-for-future-a-1269966.html
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OECD: „Deutschland ist für ausländische Fachkräfte nur mäßig attraktiv
(Berlin, 29.05.2019) - Deutschland ist für ausländische Studierende und Unternehmerinnen und Unternehmer ein vergleichsweise attraktives Ziel. Für hochqualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bieten andere OECD-Länder deutlich bessere Bedingungen. Dies geht aus einer neuen OECD-Studie hervor, die heute veröffentlicht wurde. Erstellt wurde die Studie mit Unterstützung der Bertelsmann Stiftung.
Die „OECD Indicators of Talent Attractiveness“ analysieren anhand eines Sets von Indikatoren die Rahmenbedingungen für hochqualifizierte Migrantinnen und Migranten. Untersucht werden insgesamt sieben Dimensionen: Qualität der beruflichen Chancen, Einkommen und Steuern, Zukunftsaussichten, Möglichkeiten für Familienmitglieder, Kompetenzumfeld, Diversität und Lebensqualität. Auch die Einreise- und Aufenthaltsbedingungen für Hochqualifizierte werden berücksichtigt.“
Mehr:
https://www.oecd.org/berlin/presse/talent-attractiveness-29052019.htm-
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Juni 2019
„Jugend/YouTube/Kulturelle Bildung“
Repräsentative Umfrage unter 12- bis 19-Jährigen zur Nutzung kultureller Bildungsangebote an digitalen Kulturorten
https://www.rat-kulturelle-bildung.de/fileadmin/user_upload/pdf/Studie_YouTube_Webversion_final.pdf
„"Jugend/YouTube/Kulturelle Bildung. Horizont 2019" des unabhängigen Expertengremiums Rat für Kulturelle Bildung. Die Video-Plattform YouTube, mit einer Nutzung von 86 Prozent digitales Leitmedium, nutzen fast die Hälfte der befragten Schülerinnen und Schüler auch für das schulische Lernen. 60 Prozent der befragten YouTube-Nutzer wünschen sich im Unterricht eine kritische Auseinandersetzung mit den Videos und der Plattform.“
https://www.rat-kulturelle-bildung.de/Publikationen/Studien./Siehe auch:
04.06.2019
Studie über YouTube-Lernen. Nichts verstanden, zurückspulen, noch mal schauen
Fast jeder zweite Schüler nutzt YouTube-Videos gezielt zum Lernen. Das zeigt eine neue Studie. Gleichzeitig wünschen sich viele Befragte einen kritischen Umgang mit der Videoplattform im Unterricht.
https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/studie-ueber-youtube-fast-jeder-zweite-schueler-lernt-mit-videos-a-1270498.html
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Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Lebenslagen und Kompetenzentwicklung von Grundschulkindern
https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/IW-Trends/PDF/2019/IW-Trends_2019-02-06_Grundschulkinder.pdf
18.06.2019
Medienkonsum von Kindern Gar kein Smartphone ist auch keine Lösung
Diese Studie dürfte viele Eltern aufatmen lassen: Wenn Kinder einige Stunden am Tag mit Tablet und Co. verbringen, kann das ihre Konzentration sogar fördern - doch es gibt eine klare Grenze.
Mehr:
https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/smartphone-medienkonsum-wichtig-fuer-konzentration-von-kindern-a-1272998.html
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03.07.2019
Was Kindern hierzulande fehlt - und was nicht
Wie geht es Kindern in Deutschland? Was sind ihre Nöte? Was stört sie an Erwachsenen? Forscherinnen haben rund 3500 Schülerinnen und Schüler dazu befragt. Die Antworten seien teils "erschreckend".
Mehr: 
https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/bertelsmann-studie-was-kindern-hierzulande-fehlt-und-was-nicht-a-1275328.html
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Bildung auf einen Blick - 2019: OECD-Indikatoren
„Die Studie „Bildung auf einen Blick: OECD-Indikatoren“ untersucht, wie es um die Bildung weltweit bestellt ist. Sie enthält Daten zum Aufbau, zur Finanzierung und zur Leistung der Bildungssysteme in den 36 OECD-Ländern und einer Reihe von Partnerländern.
Bildung auf einen Blick 2019 hat u. a. einen Schwerpunkt auf dem Tertiärbereich mit neuen Indikatoren zu den Erfolgsquoten im Tertiärbereich, zu Promovierten und ihren Arbeitsmarktergebnissen sowie zu den Zulassungssystemen des Tertiärbereichs. Außerdem gibt es ein separates Kapitel zu SDG 4, dem vierten Ziel für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030"
Mehr: https://www.oecd.org/berlin/publikationen/bildung-auf-einen-blick.htm
Ländernotizen: Deutschland
https://www.oecd.org/berlin/publikationen/EAG2019_CN_DEU_GER.pdf

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Exklusivbefragung
Schule – ein Ort voller Leben!
„Bei den vorliegenden Daten handelt es sich um die Auswertung einer exklusiv von KiKA beauftragten face-to-face-Befragung von 1.296 Erst- bis Sechstklässler*innen. Ziel der Befragung war es, die Sicht der Kinder auf ihre Lebenswelt Schule in die Arbeit an den Formaten und Sendungen zum aktuellen Themenschwerpunkt einfließen zu lassen.“
Mehr: https://www.iconkids.com/wp-content/uploads/2019/09/ergebnisse-befragung-Schulstudie-kika.pdf
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Bildung auf einen Blick - 2019: OECD-Indikatoren
„Die Studie „Bildung auf einen Blick: OECD-Indikatoren“ untersucht, wie es um die Bildung weltweit bestellt ist. Sie enthält Daten zum Aufbau, zur Finanzierung und zur Leistung der Bildungssysteme in den 36 OECD-Ländern und einer Reihe von Partnerländern.
Bildung auf einen Blick 2019 hat u. a. einen Schwerpunkt auf dem Tertiärbereich mit neuen Indikatoren zu den Erfolgsquoten im Tertiärbereich, zu Promovierten und ihren Arbeitsmarktergebnissen sowie zu den Zulassungssystemen des Tertiärbereichs. Außerdem gibt es ein separates Kapitel zu SDG 4, dem vierten Ziel für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030
Mehr: https://www.oecd.org/berlin/publikationen/bildung-auf-einen-blick.htm

Ländernotizen: Deutschland
https://www.oecd.org/berlin/publikationen/EAG2019_CN_DEU_GER.pdf